Berliner Buchpremiere »Pasaremos« – Organ der XI. Brigade / Reprint der Zeitschrift, Werner Abel (Hrsg.) am 06. Mai 2017, FMP1.

Am 06. Mai 2017 wird zu Beginn des Symposiums der Rosa-Luxemburg-Stiftung-
Gesellschaftsanalyse und politische Bildung e. V. in Zusammenarbeit mit dem KFSR 1936-1939 e.V. und der Zeitschrift „Telegraph“ der Reprint-Band der „Pasaremos“, der Zeitschrift der XI. Internationalen Brigade, erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Werner Abel (Hrsg.)
»Pasaremos« – Organ der XI. Brigade / Reprint der Zeitschrift – Mit einem Vorwort von Werner Abel unter Mitarbeit von Karla Popp und Hans-Jürgen Schwebke – Ein Projekt des Vereins »Kämpfer und Freunde der Spanischen Republik 1936–1939«. Das Buch erscheint im April 2017 im Dietz Verlag, Berlin.

Deutsch. Reprint_Pasaremos_Ankuendigung_dt
Englisch. Übersetzung: „jowi-uebersetzungen.de“Reprint_Pasaremos_Ankuendigung_engl
Spanisch. Übersetzung: Isabell Esteve. Reprint_Pasaremos_Ankündigung_span
Französisch. Übersetzung: Margit Schepe. Reprint_Pasaremos_Ankuendigung_franz

Aus der Verlagsankündigung:
Aus den Schützengräben in Spanien
»Wir stellen heute unseren Genossen die erste Nummer unserer neuen Brigade-Zeitung vor, auf die schon viele Kameraden gewartet haben«, so war im Editorial der ersten Ausgabe vom 2. März 1937 zu lesen. Die »Pasaremos« war die Zeitschrift der XI. Internationalen Brigade mit einer Auflage von 2.000 Exemplaren.
Im Spanischen Bürgerkrieg hatte jede Division, jede Brigade, jedes Bataillon eigene Zeitschriften und Zeitungen. Das galt auch für die Internationalen Brigaden. Die meisten dieser Publikationen sind, mehr oder weniger vollständig, heute vermutlich nur noch im Komintern-Archiv in Moskau und in den Militärarchiven in Spanien erhalten. Reprints existieren bislang nur von einzelnen Nummern des »Volontario de la Libertad« und der »Milicia popular«, der Zeitung des legendären 5. Regiments. Mit dem Nachdruck wird nun erstmals wieder die Zeitschrift einer Internationalen Brigade komplett der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Der Verein »Kämpfer und Freunde der spanischen Republik 1936–1939 e. V.« gründete sich im September 2001. In ihm sammeln sich Kinder und Enkel der Veteranen der Internationalen Brigaden sowie ihre Freunde. Zwischen 1936 und 1939 kämpften ca. 35.000 Freiwillige aus über 50 Ländern im Spanischen Bürgerkrieg für die Verteidigung der Republik. Darunter waren etwa 3.000 Deutsche. Viele von ihnen standen in den Reihen der IX. Internationalen Brigade.

Aus der Konzeption des KFSR 1936-1939 e.V. für das des Buch:

Die Zeitschrift des Vereins „Kämpfer und Freunde der Spanischen Republik 1936 bis 1939 e. V. (KFSR)“ trägt den Titel „No Pasaran!“ – „Sie werden nicht durchkommen!“.

„Pasaremos“ ist das Kontradiktum zur Zeitschrift des KFSR, das übersetzt werden kann: „Wir werden es schaffen“. Das ist das Motiv des Vereins „KFSR 1936-1939 e. V.“  im Kampf gegen Krieg, Reaktion, Rassismus und Faschismus. Der Ruf Viva la República! No pasarán! der Pasionaria aktivierte das Volk im da­mals belagerten Madrid. Tatsächlich konnten Franquisten Madrid nicht ein­nehmen.

Die Verbundenheit der Kämpfer von damals über die Ländergrenzen hinaus will der Verein KFSR 1936-1939 e.V. als Teil von globalen internationalistischen, antifaschistischen Bewegungen mitnehmen in die Kämpfe der Gegenwart für Freiheit, Frieden, Menschenrechte und Menschenwürde, soziale Gerechtigkeit, Antifaschismus und internationale Solidarität – überall dort, wo Menschen in diesem Geiste aktiv sind.

Mit dem Reprint der Zeitschrift „Pasaremos“ können und wollen wir im 80. Jahr der Bildung der Internationalen Brigaden, die Kämpfer und ihre Taten sowie Ideale von damals ehren und ihre Ziele in die Öffentlichkeit tragen.

„Pasaremos“ war die Zeitschrift der XI. Internationalen Brigade, die wegen ihrer besonderen Rolle bei der Schlacht um Madrid wohl die bekannteste Interbrigade war. Außerdem handelte es sich um die „deutscheste“ aller Brigaden, was mit ihrem hohen Anteil deutscher Spanienkämpfer, aber auch der Angehörigen der sogenannten „deutschen Sprachengruppe“ (neben den Deutschen zählten dazu Österreicher, Schweizer, Niederländer und Skandinavier), ebenso auch mit den fast ausschließlich deutschen Kommandeuren, Stabsoffizieren und Kommissaren zusammenhing. Schon aus diesem Grund ist der Neudruck dieser Zeitschrift 80 Jahre nach dem Spanischen Krieg 1936-1939 legitim.

Der Wert eines Reprints der Zeitschrift „Pasaremos“ ist nicht nur ein persönlicher, der Reprint hat auch einen hohen

wissenschaftlichen Wert vor allem für Historiker wegen:

militärischer Informationen über Kämpfe, Einsatzorte, Kriegsberichte, Wiedergabe von Stimmungen und Problemen;

politischer Informationen, die die Situation in Spanien, die internationale Lage und Solidarität, Regierungserlasse, Fragen der Volksfront-Politik und die kulturelle Arbeit in den Brigaden sowie das Verhältnis zur spanischen Bevölkerung betrafen;

emotionaler Informationen, wie Würdigungen, Nachrufe und biographische Abrisse einzelner Freiwilliger und Berichte aus den Herkunftsländern ebenso wie Berichte über nichtmilitärische Aktivitäten der Interbrigaden.

Die „Pasaremos“ war außerdem Verlautbarungsorgan, in dem Befehle und offizielle Dokumente der Brigadeführung, der Politischen Leitung der Interbrigaden und der spanischen Regierung abgedruckt wurden.

journalistischen Wert. In der „Pasaremos“ schrieben:

– bekannte Autorinnen und Autoren wie Ilja Ehrenburg, Gusti Jirku, Egon Erwin Kisch, Michail Kolzow, Gina Medem, Maria Osten, Ludwig Renn usw.;

– hohe Kommandeure wie z.B. Hans Kahle, Ludwig Renn, Heinrich Rau, Modesto, Lister usw. ebenso wie

– namhafte Ärzte der Brigaden und des Internationalen Sanitätsdienstes weiterhin

– Politikerinnen und Politiker wie Dolores Ibárruri, Francesco Antón, Alvarez del Vayo u.a.

Die „Pasaremos“ ist unverzichtbare Bildquelle für Fotos aus dem militärischen, nichtmilitärischen und Alltagsbereich des Spanischen Krieges. Beeindruckend ist vor allem die Fülle nicht oder weniger bekannter Fotos aus dieser Zeit.

Ein Reprint dieser Zeitschrift ist damit wichtig vor allem für

wissenschaftliche Einrichtungen, also Historiker, Soziologen und Politikwissen-schaftler;

nationale, regionale und lokale Initiativen;

– die politische Bildung, darunter Stiftungen, antifaschistische Organisationen und Gewerkschaften;

– die politische Bildung im Landes- und Bundesmaßstab;

individuelle Initiativen, z.B. Erforschung der Familiengeschichte und

Partnerorganisationen im Ausland, vor allem in Spanien, in Frankreich, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz und Skandinavien sowie

– die Illustration der Alltagsgeschichte des Spanischen Krieges und der Fragen der Volks- und Einheitsfront.

Berlin, Februar 2016

Werner Abel (Hrsg.)
»Pasaremos« – Organ der XI. Brigade – Reprint der Zeitschrift – Mit einem Vorwort von Werner Abel unter Mitarbeit von Karla Popp und Hans-Jürgen Schwebke
Ein Projekt des Vereins »Kämpfer und Freunde der Spanischen Republik 1936–1939«,
ca. 420 Seiten, geb., 39,90 Euro
ISBN 978-3-320-02337-9

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Redaktion KFSR

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