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debatte-erinnern-film | 100 Jahre Fritz Teppich

10. November, 11:00 - 13:00

Bild: Fritz Teppich. Foto: Enrico Hilpert.

Anlässlich des 100. Geburtstages am 10.11.2018 findet in der Fritz-Teppich-Bibliothek eine kleine Festveranstaltung statt.

  • Festrede: Das Jahrhundert des Fritz Teppich
  • Fritz über sich selbst
  • Wem die Stunde schlägt – die Verfilmung des Weltklassikers von Hemingway
  • Büffet und Getränke

Weitere Informationen folgen.

Aus: „Sie werden nicht durchkommen“, Bd. 1, Seite 509.

„Sie werden nicht durchkommen“: Deutsche an der Seite der Spanischen Republik und der sozialen Revolution, Band 1 Taschenbuch – 11. Juni 2015
von Werner Abel (Autor), Enrico Hilbert (Autor)

Werner Abel Enrico Hilbert Harald Wittstock
„Sie werden nicht durchkommen“, Band 2
Deutsche an der Seite der Spanischen Republik und der sozialen Revolution. Bilder und Materialien
Herausgegeben von Hohmann, Andreas W.

 

Teppich, Fritz Ps. Alfredo Teppich Salutregui

Geboren am 26. November 1918 in Berlin-Wilmersdorf – 25. Februar 2012 Berlin

Seit 1926 Mitglied des jüdischen Pfadfinderbundes, seit 1931 der Gruppe Rote Pfadfinder. Im Herbst 1933

emigrierte er auf Initiative seiner Mutter nach Frankreich und lernte Koch in Paris und dann in Belgien. Dort wurde er Mitglied der JGS und der USAF. Im September 1936 kam er aus Belgien nach Spanien und gehörte seit dem 5. September 1936 bei Irún und entlang des Bidassoa bis zur Niederlage des Baskenlandes einer baskischen Einheit an, wurde in die Volksarmee überführt, floh mit einem Fischkutter

nach Frankreich, von wo aus er nach Katalonien zurückkehrte, ins XXII. Armeekorps aufgenommen und bei

Teruel eingesetzt wurde. Im Mai 1937 zum Teniente befördert, wurde er Adjutant des Korpskommandeur Teniente-Colonel Juan Ibarrola Orueta und später Chef der 5. Abteilung des Stabes und war mit dem Armeekorps an zahlreichen Kämpfen, zuletzt in Alicante, beteiligt. Danach floh er bis San Sebastian, wurde jedoch an der französischen Grenze festgenommen und in Irún im Gefängnis „Zapatari“, später in San Sebastian inhaftiert und zur Zwangsarbeit eingesetzt. Bei Außenarbeiten gelang ihm die Flucht, er gelangte wieder nach Frankreich, kehrte nach Belgien zurück, wurde mit Kriegsbeginn ausgewiesen, nach Südfrankreich gebracht, in Le Vernet interniert und in eine Arbeitskompanie eingezogen. Von der Deportation nach Auschwitz bedroht, gelang ihm die Flucht über Toulouse nach Barcelona und mit der Unterstützung des früheren Chefchirurgen des XXII. Armeekorps Dr. Alzamora weiter nach Portugal. 1946 kehrte er nach Deutschland zurück, heiratete und arbeitete als Journalist in West-Berlin. Seit 1952 war er Redakteur des Deutschlanddienstes von ADN. Bis zu seinem Ausschluss war er Mitglied der SEW, gehörte der Gewerkschaft HBV an und war Präsident der Deutschen Friedensgesellschaft e. V.. In den 80er Jahren setzte er sich, als einzig in Berlin lebender Angehöriger der Familie Kempinski, intensiv für eine korrekte Darstellung der Geschichte dieser Familie ein. Seine Schwester Mela war mit Hans Kempinski, vor seiner Enteignung durch die Nazis letzter Besitzer des Berliner Hotel- und Restaurantbetriebes, verheiratet. Außerdem bemühte er sich um Restitution. Ein Großteil seiner Familie war in Auschwitz ermordet worden. 1987 nahm er an den Gedenkveranstaltungen in Guernika teil. 1991 wurde er von der SEW rehabilitiert. Im

Juli 1993 beteiligte er sich am Hungerstreik der Bergarbeiter in Bischofferode. Seine Biographie veröffentlichte er unter dem Titel „Der rote Pfadfinder“. 1996 erhielt er die Ehren-Staatsbürgerschaft von Spanien.

Veranstalter

Fritz Teppich Bibliothek unterstützt vom Café hausZwei | Libertalia e.V.
Website:
https://www.freiland-potsdam.de/hauszwei/spielplan#content

Veranstaltungsort

Café hausZwei
Friedrich Engels Str 22
Potsdam, 14473
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