Spenden für den “Solidarity Park” – ein Gemeindedenkmal anlässlich des Sinkens des Schiffs “Ciudad de Barcelona”, das von Faschisten im Spanischen Bürgerkrieg am 30. Mai 1937, an Bord über 300 Mitglieder der Internationalen Brigaden, versenkt wurde.

Titelfoto: Rob MacDonalds Modell des geplanten Denkmals am Strand von Malgrat

Leserbrief: Sie sangen die »Internationale« – Der Untergang der »Ciudad de Barcelona« vor 80 Jahren. Von Herbert Remmel, nd, 27./28. Mai 2017, Geschichte, Seite 27

Unser Dank gilt Herbert Remmel und dem nd, dass diesen sehr interessanten Artikel über die heldenhaften Freiwilligen der Freiheit anlässlich des 80. Jahrestages des Untergangs des Ozeandampfers „Ciudad de Barcelona” (Stadt von Barcelona) veröffentlichte. Ein Schiff, dass Internationale Brigaden, Freiwillige, die an der Seite der spanischen Republik im Krieg von 1936-39 gegen General Francos Faschismus kämpften.

Es soll auf die am 28. Mai 2017 gestartete aktuelle internationale Spendenkampagne für ein Denkmal für die Kämpfer der Internationalen Brigaden, geschaffen von dem Bildhauer Rob MacDonald von BadArt den „Solidarity Park“ (Solidaritätspark), die der Verein „Kämpfer und Freunde der Spanischen Republik 1936 – 1939“ (KFSR) in Deutschland aktiv unterstützt, hingewiesen werden. Die Initiatoren möchten bis zum 30. Mai die ersten 3.000 € von insgesamt 15.500 € benötigter Spenden eingenommen haben. Ein ehrgeiziges Ziel zu dem der KFSR aufruft, sich zu beteiligen. Jede so kleine Spende ist willkommen und wird Andere ermuntern, dasselbe zu tun.

Spende an die Kampagne: chuffed.org/project/solidarity-park

Am 19. Juni wird in Berlin ein Treffen , unter dem Titel „Kunst und soziale Kämpfe“ mit dem Künstler des geplanten Denkmals, dem Mitinitiator des internationalen Netzwerkes BadArt, Rob MacDonald, aus Katalonien in der Kontaktstelle PflegeEngagement, Volkssolidarität Berlin, Gryphiusstr. 16, 10245 um 19:00 Uhr stattfinden. Interessierte sind herzlich eingeladen.

Mehr Information:

Kampagnenseite – www.chuffed.org/project/solidarity-park (Spenden können ab dem 28. Mai 2017 gemacht werden) und www.kfsr.info.

Hans-Jürgen Schwebke, Verantwortlicher für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit KFSR 1936-1939

Gern veröffentlichen wir die Pressemitteilung, das Interview und den Spendenaufruf der FreundInnen der “Ciudad de Barcelona” für deren Übersetzung aus dem Englischen wir recht herzlich u. a. Jonas Langer danken, nachstehend:

 

Pressemitteilung – Ein neues Denkmal für die Internationalen Brigaden in Katalonien

Von den FreundInnen der “Ciudad de Barcelona”

“Solidarity Park” ist ein Gemeindedenkmal anlässlich des Sinkens des Schiffs “Ciudad de Barcelona”, das von Faschisten im Spanischen Bürgerkrieg am 30. Mai 1937 versenkt wurde. Das Schiff transportierte über 300 Mitglieder der Internationalen Brigaden. Als Teil der Veranstaltungen zum 80. Jahrestag des Ereignisses wird das neue Denkmal vorgestellt.

 “Als ich hörte, dass diese Brigadistas die Internationale sangen, bevor sie ertranken, insbesondere einer mit dem selben Namen wie ich, war ich zutiefst beeindruckt. Zu diesem Zeitpunkt wurde mir klar, dass wir ein Denkmal brauchen, um ihre Geschichte zu erzählen  […] Es wird zum Gemeinplatz, MigrantInnen und Geflüchtete für die heutigen Probleme verantwortlich zu machen – das ist unglaublich gefährlich! Die neue Generation muss lernen, was mit den Brigadistas geschah und wofür sie standen.”

Rob MacDonald, Künstler

 “Ich bin sehr stolz auf meinen Onkel Robert Macdonald, der auf dem Schiff an diesem Tag starb und wofür er stand. Die Art und Weise wie der Künstler dieses Denkmal als beteiligendes Projekt entwickelt, ist eine großartige Gelegenheit, um Menschen vor Ort und international wieder zusammenzubringen.”

Karin Ingram (Nichte des Brigadisten Robert Macdonald)
Kernpunkte des Projekts:

  • Die Schaffung eines bedeutsamen Denkmals für die BrigadistInnen in Malgrat de Mar basierend auf einem innovativen künstlerischen Konzept (Bitte beachten Sie die untenstehenden Weblinks für mehr Information)
  • Daraus ein partizipatives Gemeindeprojekt zu machen – Einbeziehung von SekundarschülerInnen, um Aspekte des Denkmals zu gestalten und Ermunterung so vieler Menschen wie möglich, die Kunstarbeiten selbst zu gestalten.
  • Erläuterung geschichtlicher Fakten und Daten, die kürzlich aufgedeckt wurden und Schaffung eines Raums, um die Forschung weiterzuverfolgen. Es ist der 80. Jahrestag, aber das Gedenken an den Spanischen Bürgerkrieg bleibt ein umstrittenes Thema.
  • Einer neuen Generation in einer Welt, in der rechter Populismus wieder Massenuntersützung auf der Wahlebene erhält, erklären, wofür die Brigadistas standen
  • Der Künstler Rob MacDonald fand die Familie des Brigasten Robert Macdonald, der an Bord des Schiffs starb. Dies war eine bewegende Erfahung für alle Beteiligten.
  • Der Musiker und Sänger Eric Faulkner wird ein neues Lied über die “Ciudad de Barcelona” veröffentlichen, um die Finanzierung (Crowdfunding-Kampagne) zu unterstützen, die gestartet wurde, um die erste Phase des Projekts zu bezahlen.

 

Weitere Informationen

Zu den Plänen für das Denkmal und die Kampagne: www.chuffed.org/project/solidarity-park

Historische Fakten – www.ciudaddebarcelona1937.wordpress.com

Interview mit dem Künstler – http://badartworld.net/index.php/2017/05/22/heldenhafte-kampfer-fur-die-freiheit/

Kontakt für Interview, mehr Informationen und Bilder:

Rob MacDonald 0034-610814268, Ciudadbcn37@gmail.com

Rob MacDonalds Modell des geplanten Denkmals am Strand von Malggrat

Interview mit dem Künstler

Heldenhafte Kämpfer für die Freiheit

2017 markiert den 80. Jahrestag des Unterganges des Ozeandampfers „Ciudad de Barcelona” (Stadt von Barcelona).

Das Schiff beförderte “Internationale Brigaden” – sozialistische Freiwillige, die an der Seite der spanischen Revolutionäre im Bürgerkrieg von 1936-39 gegen General Francos Faschismus kämpften.

„Solidarity Park“ (Solidaritätspark) ist ein bedeutsames neues Denkmal für die Kämpfer der Internationalen Brigaden, geschaffen von dem Bildhauer Rob MacDonald von BadArt.

James Ivens spricht mit Rob um mehr über die ungewöhnliche Geschichte, die Gestaltung und den geplanten Mitbeteiligungsprozess zu erfahren.

James: Was genau geschah an dem Tag als das Schiff unterging – und was war der Grund dafür?

 Rob: Die „Ciudad de Barcelona“ die, so wird vermutet, 300 Brigadisten transportierte um den Kampf zu unterstützen, wurde am 30. Mai 1937 kurz vor der Küste von Malgrat de Mar, Katalonien, durch einen Torpedo versenkt.

Das Schiff sollte Zivilisten transportieren, die Brigadisten an Bord versteckten sich jedoch um den Kampf unentdeckt zu unterstützen. Dennoch wurde das Schiff von einem U-Boot der Streitkräfte des italienischen faschistischen Diktators Benito Mussolini angegriffen (Dies geschah, da Mussolini die faschistisch geführten „Nationalisten“ im Bürgerkrieg gegen die antifaschistischen „Republikanischen“ Kräfte unterstützte).

Bis heute gibt es noch ausstehende historische Nachforschungen, da alle Dokumente geheim waren und alle Unterlagen die bis jetzt gefunden wurden abweichen, aber wir wissen mittlerweile, dass mindestens 45 der Brigadisten gestorben sind. Manche Schätzungen reichen bis zu 65. In Wahrheit sind die Zahlen sehr wahrscheinlich vieles höher, und die meisten starben undokumentiert, unbekannt. Wir wissen zusätzlich, dass 23 der Überlebenden des Untergangs im späteren Verlauf des Bürgerkrieges gestorben sind.

Viele weitere wurden dennoch gerettet, da der Torpedo in den nahen Dörfern gehört wurde und die Fischer und andere Bewohner aus Malgrat de Mar zur Rettung eilten.

Dies ist ein wichtiges Ereignis in der katalanischen Geschichte, aber wie die meisten Geschichten über den spanischen Bürgerkrieg, sind viele Informationen während der Jahre der faschistischen Diktatur verloren gegangen oder verschwiegen worden, und jetzt wissen nur noch wenige Menschen darüber. An dem diesjährigen Jahrestag planen wir, das richtig zu stellen und den Prozess für ein wichtiges Denkmal über eine faszinierende und aufschlussreiche Geschichte der damaligen Zeit beginnen.

Was hat dich dazu inspiriert, dieses Denkmal zu erstellen?

Als ich zum ersten Mal nach Spanien gezogen bin wollte ich mich in die sozialen Kämpfe einbringen und einen Unterschied machen. Mein politisches Wissen über die spanische Geschichte war grundlegend, also war ich immer interessiert, Details über die lokale Geschichte zu erfahren. Eine meiner politischen Referenzen als jüngerer Mann waren die Lehren des spanischen Bürgerkrieges, und die Heldentaten der Internationalen Brigaden inspirierten mich, wie viele andere Menschen auch.

Eines Tages, nicht lange nach meiner Ankunft, habe ich meine Zeit damit verbracht, mich durch Facebook zu klicken und landete auf einigen emotionalen Accounts von Männern die den Untergang des Schiffes überlebten. Ich war sehr von den Berichten der Männer bewegt, die die Internationale sangen, die Hymne des Sozialismus, als das Schiff sank. Aber ich war sprachlos, als ich las dass ein „Rob MacDonald“ – mein Namensvetter – einer dieser Jungs war.

Es traf mich dass Rob es nicht nach Spanien geschafft hat um den Kampf zu unterstützen, aber ich hatte es geschafft. Danach war mir klar, dass ich eine Statue für ihn machen muss. Nach einigen weiteren Nachforschungen wurde mir bewusst, dass die Geschichte dieser Brigadisten, der Menschen in Margrat de Mar, eigentlich die gesamte Geschichte, so bekannt wie möglich gemacht werden müsse.

Sag uns weshalb du denkst, dass gerade diese Geschichte so wichtig ist.

Wie ich schon sagte, die Geschichte der „Ciudad de Barcelona“ ist größtenteils unbekannt. Dass es eines von Mussolinis U-Booten war, das das Schiff versenkte; wie die Männer die Internationale sangen während sie starben; und wie die lokale Bevölkerung zu ihrer Rettung eilte und viele rettete.

Aber es gibt auch einen größeren politischen Hintergrund dieses Zeitraums, der ebenfalls großteils verdrängt wird. Wie diese Brigadisten aus der ganzen Welt kamen um nicht nur gegen den Faschismus zu kämpfen, sondern für ein besseres Leben ohne Unterdrückung – eine sozialistische Welt.

Ich glaube jetzt ist die Zeit, dass junge Menschen in Katalonien, Spanien und der ganzen Welt hören müssen, wofür diese Männer standen, weshalb sie nach Spanien kamen. Nicht nur als akademischer Geschichtsunterricht, sondern als praktische Lehren um heutige Probleme zu verstehen und mit ihnen um zu gehen.

Die Trumps und Le Pens dieser Welt wollen einen denken lassen, es sei die Schuld von Migranten dass man keine Arbeit oder Haus hat, dass es keine ausreichenden öffentlichen Dienste gibt, dass Geflüchtete alle unsere Ressourcen verbrauchen. Laut diesen Verteidigern des kapitalistischen Establishments, sogar jene die sich als Anti-Establishment darstellen wie es die Rechtspopulisten tun, ist es immer die Schuld eines anderen.

Sie möchten die Wut der Arbeiterklasse, die durch Angriffe der Kapitalisten verursacht wird, in Hass auf andere Arbeiter, die Armen und Unterdrückten umleiten und somit einen Sündenbock schaffen.

Die Brigadisten kamen nach Spanien um die extremsten Ausdrücke dieser Ideen zu bekämpfen. Sie standen für eine echte Gleichheit, Solidarität und eine sozialistische Welt. Für mich ist das Grund genug, ein Denkmal als Leuchtfeuer für die Menschlichkeit zu bauen.

Erzähl uns mehr über das Kunstwerk selbst.

Die entscheidende Inspiration sind die Männer, wie sie die Internationale singen als das Schiff untergeht. Daher wird das Denkmal aus 60 Skulpturen von singenden Brigadisten bestehen. Jede Skulptur wird aus der gleichen Vorlage entstehen, aber alle werden Handgefertigt sein und kleine Unterschiede haben, um Ihre Individualität zu feiern.

Die Brigadisten an Bord kamen aus der ganzen Welt: aus den USA, Kanada, Belgien, der Schweiz, Polen, Deutschland, Großbritannien, Österreich, Dänemark, Frankreich, Australien, Norwegen, Neuseeland… Dies sind nur einige Orte von denen wir wissen, aber einige kamen wahrscheinlich noch aus anderen Ländern.

Die 60 Brigadisten werden an Bord eines Schiffes platziert. Ich wollte das Schiff nicht untergehen lassen, da dies ein negatives Gefühl auslöst, daher werde ich es auf einer Steinterrasse mit einer Abbildung der Welt aufstellen. Dies verwandelt das Denkmal in einen kleinen Park. In dem Modell haben wir Sitze in der Form von Wellen hinzugefügt, so dass die Umgebung zur Entspannung oder zum Nachdenken genutzt werden kann, und um es zu etwas zu machen, woran die Gesellschaft teilhaben kann.

Die Idee ist mehr als nur ein Steindenkmal. Wir möchten ein Gemeinschaftsprojekt erschaffen, dass sich aus Dingen wie Workshops, historischer Informationssammlung und Bildungsprogrammen zusammensetzt. Es entsteht durch Zusammenarbeit, das ist der Weg wie wir wirklich unsere Lehren für heute ziehen können.

Wie wirst du die einzelnen Skulpturen machen?

Sie werden aus lokalem Kalkstein von Hand zurecht geschnitten, gemeißelt, geschnitzt, geschliffen und poliert. Der Steinbruch von dem ich plane den Stein zu kaufen liegt nahe einer der letzten Frontlinien des Bürgerkrieges in Zentralkatalonien.

Abhängig von den Ressourcen werde ich eine neue Werkstatt in der Stadt von Malgrat selbst nur für dieses Projekt einrichten. Ich sehe als eine Art Schauspielern – Ich möchte mich in jedem Aspekt in die Stadt und ihre heutigen Bewohner hinein versetzen. Dadurch möchte ich den Einwohnern die Möglichkeit geben, in meine Werkstatt zu kommen und an dem Prozess teil zu nehmen. Des weiteren möchte ich die internationalen Besucher, die normalerweise im Sommer in die Stadt strömen, an dem Projekt teilnehmen lassen.

Es gibt viel zu tun wenn man 60 Skulpturen machen will, von denen jede einen halben Meter hoch ist. Also wird es die Möglichkeit für Besucher geben, selbst etwas über Bildhauerei zu lernen. Die meisten Menschen bekommen nie die Chance dies zu tun; Bildhauerei wird oft als elitäre Kunst gesehen – was sie nicht ist, da man aus allem Skulpturen erschaffen kann – aber es ist schwer eine Möglichkeit auf solch einem Level zu bekommen.

Also wird es ein partizipatives Projekt?

Ja! Ich möchte so viel Gesellschaft wie möglich von anderen Menschen in meiner Werkstatt haben. Auf diesem Weg erschaffen wir das Denkmal gemeinsam. Das ist wichtig für mich, da der gemeinschaftliche und inklusive Anspruch ein zentraler Bestandteil der sozialistischen Ideen ist, für die die internationalen Brigaden standen.

Das Projekt ist von Anfang an eine Verbindung zwischen der lokalen und internationalen Gesellschaft. Auf jeder Stufe versuchen wir, dies zu stärken und zur treibenden Kraft zu machen. Wir möchten die lokale Bevölkerung so gut es geht in den Entstehungsprozess einbinden. Zum Beispiel möchten wir, abgesehen von den Leuten die in die Werkstatt kommen, Schüler von weiterführenden Schulen unsere sogenannten „community portholes“ (Bullaugen) gestalten lassen. Dies werden Schnitzereien in der Form von Fenstern des Schiffes sein, die weiterführende Geschichten erzählen.

Zu viele Denkmäler sind seltsame, abstrakte Formen, oder langweilige Steinblöcke, erschaffen von einem versteckten Künstler. Das kann O.K. sein – aber diese Denkmäler haben keine Beteiligung in sich; sie gehören nicht wirklich der Bevölkerung für die sie gedacht waren. Für mich ist Kunst viel mehr der Prozess als das Endergebnis. Deshalb hoffe ich, dass wir es auf einem anderen Weg machen können.

Wer ist sonst an diesem Punkt in das Projekt involviert?

Das Projekt begann, als ich eine Gruppe kennen lernte, die die Veranstaltungen für den 75. Jahrestag planten, die „Amics del Ciudad de Barcelona“ (Freunde der Ciudad de Barcelona). Einige von ihnen sind lokal, andere international, und alle leisten großartige Arbeit, Informationen und Dokumente zu sammeln und die Geschichte bekannt zu machen.

Unter ihnen gibt es einige Historiker und einen Filmemacher. Ich habe ihnen meine groben Ideen vorgestellt und seitdem haben wir in zahlreichen Meetings zusammengearbeitet, Präsentationen vor dem Gemeinderat gehalten, ein Vorstellungsvideo gedreht und vieles mehr.

Je weiter das Projekt voranschreitet, desto mehr lokale Personen beteiligen sich freiwillig, so zum Beispiel ein Architekt der mir mit einigen technischen Aspekten geholfen hat.

Wir haben außerdem einige der Familien der Überlebenden gefunden, die alle eine Inspiration sind. Erst vor kurzem habe ich die Familie des anderen Rob MacDonald gefunden. Es hat einiges an Online-Suche benötigt, aber erstaunlicherweise habe ich sie gefunden! Ich wollte mich immer mit ihnen in Verbindung setzen, es war eine sehr emotionale und tiefgründige Erfahrung für mich.

Wir haben die Unterstützung vieler Figuren der Arbeiterbewegung, wie Sean Hoyle, Präsident von Großbritanniens militanter Nationalgewerkschaft der Schienen-, Maritim- und Transportarbeiter.

Unser neuester Unterstützer ist Eric Faulkner, ein großartiger Folksänger, der ein bewegendes Lied über Rob und die Brigadisten der Ciudad de Barcelona geschrieben hat. Wir hoffen, dass wir es veröffentlichen können um die Spenden für die Erschaffung des Denkmals zu erhöhen.

Wie können interessierte Leute helfen?

Na ja, bringt euch ein! Tretet der Facebook-Gruppe bei (Details weiter unten), fügt eure Erfahrungen hinzu und teilt unsere, da wir dabei sind das Projekt zum Leben zu erwecken. Wir möchten so offen und transparent in dem Prozess sein wie wir können. Es wäre außerdem großartig, die Geschichte zu teilen und zu verbreiten, da es eine Geschichte von großer Menschlichkeit ist, aber auch da wir wissen, dass es mehr Geschichten aufzudecken gibt.

Die erste Stufe unserer Finanzierung wird aus einer Crowd-Funding Kampagne bestehen, daher wäre eine Spende natürlich sehr hilfreich.

1938 verfassten die internationalen Brigaden ein internes Dokument, in dem stand dass ein Denkmal für diese Männer am Strand gebaut werden solle. Dass sie „heldenhafte Kämpfer für die Freiheit“ waren, die von „faschistischen Piraten“ getötet wurden. Jetzt ist der achtzigste Jahrestag, ich denke also es ist an der Zeit damit an zu fangen.

Spendenaufruf: Von den FreundInnen der “Ciudad de Barcelona”

unterstützt vom Verein „Kämpfer und Freunde der Spanischen Republik 1936-1939“ (KFSR)

Ein Denkmal für die “heldenhaften Freiwilligen der Freiheit”*

Hilf’ uns “Solidarity Park” zu finanzieren – Ein Gemeindedenkmal für die Internationalen Brigaden!

Die “Ciudad de Barcelona”, ein Schiff, das ungefähr 300 Brigastas zum Schauplatz des Spanischen Bürgerkriegs transportierte, wurde am 30. Mai 1937 durch einen faschistischen Torpedo kurz vor der Küste von Malgrat de Mar in Katalonien, versenkt.

Zum jetzigen 80. Jahrestag wird die historische Aufarbeitung weiterhin fortgesetzt, weil das Schiff unter Geheimhaltung segelte. Wir wissen bislang von mindestens 45 Menschen, die an diesem Tag starben, viele von ihnen wären unbekannt auf See verschollen. Die örtliche Bevölkerung von Malgrat de Mar kam ihnen jedoch zur Hilfe und rettete Viele. Dennoch waren zahlreiche Personen im Rumpf des Schiffes gefangen, Augenzeugenberichte sagen aus, dass die Brigadisten angesichts des nahenden Todes die Internationale sangen.

Wir sammeln Spenden, um ein Denkmal zu errichten, das von den singenden Männern im Schiff inspiriert ist. Es wird uns helfen, die Geschichte der internationalen Solidarität aufzudecken und zu verbreiten. Das Denkmal ist entworfen, um in kollektiv geschaffen zu werden und die internationale und lokale Gemeinschaft wieder zusammenzuführen (siehe Kampagnenwebsite).

Bitte hilf’ uns, diesen HeldInnen zu gedenken. Die Brigadisten standen für Solidarität, Befreiung und Freiheit; für eine Welt der Gleichheit für die gesamte Menschheit. Zur jetzigen Zeit, während der rechte Populismus große Wahlerfolge in verschiedenen Ländern dieser Erde feiert, ist es wichtiger denn je, dass wir Borniertheit und Schuldzuweisungen gegenüber MigrantInnen und Geflüchteten bekämpfen.

Die Arbeiten an diesem Denkmal und begleitende Veranstaltungen werden eine neue Generation ausbilden. Wir planen, Sekundarschulen in die Gestaltung und die örtliche Bevölkerung in den Schaffensprozess des Denkmals einzubinden und wir brauchen Dich, um dies zu ermöglichen.

Wir rufen die internationale Arbeiterbewegung auf, an diesem Gemeindeprojekt mitzuarbeiten. Wir werden eine Crowdfunding-Kampagne starten, um die Kunstarbeiten zu unterhalten und die Projekte in der Kommune zu starten. Bitte hilf’ uns, Geld zu sammeln und verbreite unser Anliegen!

In Einheit, Internationalismus und Solidarität,

Die FreundInnen der “Ciudad de Barcelona”

 Mehr Information:

Kampagnenseite – www.chuffed.org/project/solidarity-park (Spenden können ab dem 28. Mai 2017 gemacht werden).

Für mehr Informationen zu Veranstaltungen – www.ciudaddebarcelona1937.wordpress.com

Kontakt für weitere Informationen – Die FreundInnen der “Ciudad de Barcelona – Ciudadbcn37@gmail.com

*”Heldenhafte Freiwillige der Freiheit” waren die Worte, die in einem internationalen Bulletin der Interbrigaden 1938 verwendet wurden, in dem damals dazu aufgerufen wurde, ein Denkmal an genau der Stelle zu errichten, wo es jetzt geplant ist.

Facebook-Gruppe: „Ciudad de Barcelona 1937 Memorial“   „Ciudad de Barcelona 1937 Memorial“ facebook.com/groups/1613273978897986

Spende an die Kampagne: chuffed.org/project/solidarity-park

Kontaktiere das Projekt: ciudadbcn37@gmail.com

Mehr Informationen über die Ereignisse: ciudaddebarcelona1937.wordpress.com

Lies mehr über Rob und seine Arbeit: www.robmac.eu

Facebook: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10155160922006278&set=pcb.2271635193061858&type=3&theater

BadArt – Kurzfragen…

Wer ist deine künstlerische Inspiration?

Alle Menschen die ich kenne die Künstler sein wollen.

Was ist momentan deine Lieblingsarbeit eines anderen Künstlers?

Ich denke es sind die hundert oder mehr Graffiti-Künstler die Ihre Arbeit an einer langen Wand neben meiner Werkstatt in Barcelona verrichten. Dort ist Platz für über 10 Graffitos. Es ist wie eine offene Demokratie, für Monate entstehen mindestens zwei weitere über den anderen. Jedes einzelne ist brilliant. Ich bin fasziniert davon.

Wenn du kein Bildhauer wärst, was wärst du dann?

Ein Kosmologe auf der Suche nach Außerirdischen.

Kannst du die heutige Kunstwelt in vier Worten beschreiben?

Durch Gefängnisgitter heraus sickernd!

Wenn du einen politischen Wunsch hättest, was wäre es?

Dass die deutschen Revolution von 1918 erfolgreich gewesen wäre, und die 1917 in Russland gestartete Weltrevolution weiter gegangen wäre. Dann wären wir vielleicht die zweite oder dritte Generation einer sozialistischen Welt , und all das Leid seit dem hätte nicht stattgefunden.

Redaktion KFSR