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„Madrid before Hanita – 300 Juden gegen Franco“

28. Oktober 2016, 20:00 - 22:30

„Madrid before Hanita – 300 Juden gegen Franco“
Dokumentarfilm, IL 2006, 58 Min.

Die Rolle von Jüdinnen und Juden während des Spanischen Bürgerkriegs in den Jahren 1936 bis 1939 ist wenig bekannt. Das hängt sicherlich damit zusammen, dass die dominierende Festschreibung von Jüdinnen und Juden in Opferrollen bis heute so stereotyp wie falsch zugleich ist.
Insgesamt kämpften, je nach Quelle, sechs- bis siebentausend Jüdinnen und Juden in den internationalen Brigaden – ein proportional hoher Anteil. Den Brigaden schlossen sich rund vierzigtausend Menschen –
meist kommunistisch, sozialistisch oder anarchistisch gesinnt – an, während die liberalen Demokratien dem aufkeimenden Faschismus und dem Nationalsozialismus in Europa wenig entgegensetzten.
Hannelore Herpertz vom Gedenkbuchprojekt für die Opfer der Shoah aus Aachen führt in den Filmabend ein. Sie stellt die Biografie des Spanienkämpfers Gustav Hartog vor, für den in der Aachener Ottostraße ein Stolperstein niedergelegt wurde.

Eintritt: 5 Euro

Veranstaltungsreihe zum Spanischen Bürgerkrieg 1936 – 1939
Mit dem Putsch General Francos am 17. Juli 1936 gegen die rechtmäßige spanische
Regierung begann der Spanische Bürgerkrieg. Unterstützt wurden die Putschisten durch eine faschistische Allianz mit Deutschland und Italien. Der gewählten Regierung wurde internationale Solidarität zuteil: Auf Seiten der Republik kämpften etwa 59.000 Freiwillige, vor allem aus den europäischen Ländern und Nordamerika, in den Internationalen Brigaden. Die Niederlage der republikanischen Truppen mündete 1939 in eine jahrzehntelange rechtsgerichtete Diktatur, die erst nach Francos Tod 1975 ihr Ende fand. Die Diktatur forderte neueren Schätzungen zufolge 150.000 bis 200.000 Opfer. Zahlreiche ehemalige Interbrigadisten und auch politisch missliebige Spanier wurden nach 1939 in deutsche
Konzentrationslager verschleppt; viele wurden dort ermordet.
Während die Ursachen des Krieges vor allem im innerspanischen Konflikten zu suchen sind, wurden Verlauf und Ausgang – am Vorabend des Zweiten Weltkrieges – entscheidend vom Verhalten der europäischen Großmächte beeinflusst. Nach dem Ende der Diktatur Francos setzte eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Bürgerkrieg und der Diktatur erst in den 1990er Jahren ein.
Die Veranstaltungsreihe thematisiert:
●  wichtige Aspekte dieses Vorspiels des Zweiten Weltkriegs,
●  den Kampf der Internationalen Brigaden gegen die Diktatur und für die Republik,
●  die deutsche Mitverantwortung für die Diktatur Francos,
●  Biographien von Menschen aus Aachen und Umgebung, die ihren Kampf gegen den Faschismus in Spanien fortsetzten und ●  die aktuelle Auseinandersetzung in Spanien mit der Zeit des Bürgerkriegs und der Diktatur.
Planung und Durchführung der Reihe:
Volkshochschule Aachen und  Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschist*innen Aachen (VVN-BdA)
Weitere Information:
www.vhs-aachen.de und http://aachen.vvn-bda.de/

Veranstalter

Veranstalter: VVN- Bund der Antifaschist*innen in Kooperation mit Kaleidoskop Filmforum in Aachen e.V.

Veranstaltungsort

Haus Matthéy
Theaterstr. 67
Aachen,
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